Bandagen (Hand Wraps) sind lange Stoffbinden, die unter den Boxhandschuhen getragen werden und Handgelenk, Knöchel und Daumen stützen und schützen. Sie sind die wichtigste Verletzungsprophylaxe für die Hände und sollten bei jedem Schlagtraining getragen werden.
Die Hand besteht aus vielen kleinen, empfindlichen Knochen. Richtig gewickelte Bandagen fixieren diese Knochen zueinander, stabilisieren das Handgelenk gegen Abknicken und polstern die Knöchel zusätzlich. So werden Stauchungen, Verstauchungen und Brüche – die typischen Boxverletzungen der Hand – deutlich seltener.
Das korrekte Anlegen ist eine kleine Technik für sich und gehört zum Boxhandwerk: Die Bandage wird über Handgelenk, Hand, Daumen und Knöchel in einer festen, aber nicht abschnürenden Wicklung geführt. Es gibt elastische (mexikanische) und unelastische Baumwollbandagen sowie Schnellbandagen für Einsteiger.
Häufige Fehler sind ein zu lockeres Wickeln (kein Schutz) oder zu festes Wickeln (Durchblutung gestört), das Vergessen der Daumenschlaufe sowie das Schlagen ganz ohne Bandagen am Sandsack oder im Sparring – ein häufiger Grund für verletzte Hände bei Anfängern.
Für Einsteiger sind elastische Bandagen von etwa 4,5 Metern Länge oder einfach handhabbare Schnellbandagen ein guter Start. Das Wickeln folgt einem festen Ablauf: Daumenschlaufe ansetzen, das Handgelenk mehrfach umwickeln, dann Hand und Knöchel, anschließend den Daumen sichern und mit gespreizten Fingern abschließen, damit beim Faustschluss alles fest sitzt. Die Wicklung soll stützen, aber die Durchblutung nicht abschnüren. Bandagen sollten regelmäßig gewaschen werden, da sie viel Schweiß aufnehmen. Mit etwas Übung gelingt das Wickeln in unter zwei Minuten – eine kleine Routine, die langfristig vor schmerzhaften Handverletzungen schützt.
Im VON DONAU GYM zeigen die Trainer Einsteigern, wie man die Hände richtig wickelt, denn ohne saubere Bandagen sollte niemand am Sack oder im Sparring schlagen.
Auch bekannt als: Boxbandagen, Hand Wraps