Ein Niederschlag (Knockdown) wird gezählt, sobald ein Boxer nach einem Treffer zu Boden geht oder den Boden mit etwas anderem als den Füßen berührt – etwa mit Knie, Hand oder Körper. Auch wenn ein Boxer nur durch die Seile vor dem Fallen bewahrt wird oder benommen taumelt, kann der Ringrichter einen Niederschlag werten.
Nach einem Niederschlag schickt der Ringrichter den Gegner in eine neutrale Ecke und beginnt anzuzählen. Der getroffene Boxer muss vor „zehn“ aus eigener Kraft kampfbereit stehen; gelingt das nicht, endet der Kampf durch K. o. Auch wenn er früher aufsteht, kann der Ringrichter bis acht weiterzählen, um seinen Zustand zu prüfen.
In der Wertung der Punktrichter ist ein Niederschlag teuer: Er führt in der Regel dazu, dass der unterlegene Boxer die Runde mit zwei Punkten Rückstand verliert (meist 10:8 statt 10:9). Ein Niederschlag kann eine ansonsten ausgeglichene Runde also deutlich kippen.
Mehrere Niederschläge in derselben Runde können je nach Reglement zum Abbruch führen, etwa über die „Three-Knockdown-Rule“. So soll verhindert werden, dass ein sichtlich angeschlagener Boxer immer wieder zu Boden geht und unnötig Schaden nimmt.
Für das Verständnis eines Kampfes ist der Niederschlag ein Schlüsselmoment: Er verändert oft sowohl die Wertung als auch den psychologischen Verlauf, weil er Selbstvertrauen geben oder nehmen kann. Ein Boxer, der einen Niederschlag übersteht und zurückkommt, zeigt besondere mentale und körperliche Stärke.
Im VON DONAU GYM wird im sicheren Rahmen geübt, ruhig zu bleiben und kontrolliert weiterzuboxen, statt zu überreagieren – Eigenschaften, die im Ernstfall den Unterschied machen.
Auch bekannt als: Knockdown, Niedergang