Die Punktrichter (Judges) sind die Wertungsrichter am Ringrand, die jede Runde unabhängig voneinander bewerten und so über einen Sieg nach Punkten entscheiden. Üblicherweise sind es drei Punktrichter, deren Wertungen am Ende addiert werden – geht ein Kampf über die volle Distanz, bestimmen sie den Sieger.

Gewertet wird meist nach dem 10-Punkte-System: Der Gewinner einer Runde erhält 10 Punkte, der Unterlegene 9 oder weniger. Ein Niederschlag führt in der Regel zu einem weiteren Punktabzug. So entsteht für jede Runde ein Zwischenergebnis, das sich über den Kampf zur Gesamtwertung summiert.

Bewertet werden vor allem saubere, deutliche Treffer, effektive Aggressivität, Ringbeherrschung und Verteidigung. Es zählt also nicht nur, wer mehr schlägt, sondern wer die wirkungsvolleren und saubereren Treffer landet und den Kampf kontrolliert – ein wichtiger Unterschied, der enge Runden entscheidet.

Je nach Übereinstimmung der drei Wertungen spricht man von einer einstimmigen, mehrheitlichen oder geteilten Entscheidung; bei gleichen Wertungen endet der Kampf unentschieden. Gerade enge Kämpfe führen häufig zu Diskussionen, weil die Bewertung einzelner Runden Auslegungssache sein kann.

Für das Verständnis von Punktsiegen ist die Arbeit der Punktrichter entscheidend: Viele Kämpfe gehen über die volle Distanz und werden nicht durch K. o., sondern durch ihre Wertung entschieden. Wer die Kriterien kennt, versteht besser, warum ein Kampf so und nicht anders gewertet wurde.

Im VON DONAU GYM werden diese Wertungskriterien auch im technischen Training vermittelt – denn saubere, sichtbare Treffer und Ringkontrolle sind nicht nur im Wettkampf, sondern in jeder Sparringsrunde das Ziel.

Auch bekannt als: Judge, Kampfrichter