Der Southpaw (Linksausleger) steht spiegelverkehrt zur orthodoxen Auslage: rechte Führhand und rechter Fuß vorne, die linke Schlaghand hinten. Diese Stellung nutzen meist Linkshänder, weil sie ihre stärkere Hand als Schlaghand einsetzen können. Southpaws sind im Boxen deutlich in der Minderheit.
Genau diese Seltenheit ist ihr großer Vorteil: Weil die meisten Boxer fast ausschließlich gegen Rechtsausleger trainieren, sind ihnen die Winkel, Distanzen und Konter eines Southpaws ungewohnt. Viele orthodoxe Boxer empfinden Linksausleger deshalb als unbequem und schwer auszurechnen.
Im Duell Orthodox gegen Southpaw dreht sich vieles um die Position des Führfußes: Wer seinen Vorderfuß außerhalb des gegnerischen platziert, kontrolliert die Außenlinie und schafft sich freie Schlagbahnen. Die linke Gerade des Southpaws – über oder um den Jab des Gegners hinweg – ist dabei eine besonders gefährliche Waffe.
Für orthodoxe Boxer ist die richtige Strategie gegen Southpaws entscheidend: konsequente Fußarbeit, das Führen mit dem Jab und das Vermeiden der gegnerischen Schlaghand. Wer unvorbereitet gegen einen Linksausleger antritt, läuft oft in genau die Konter, auf die der Southpaw spezialisiert ist.
Für das Verständnis taktischer Kämpfe ist die Southpaw-Problematik ein Schlüsselthema, das immer wieder über Sieg und Niederlage entscheidet. Manche Boxer trainieren deshalb gezielt mit Southpaw-Sparringspartnern, um sich auf diese Konstellation einzustellen.
Im VON DONAU GYM werden auch solche taktischen Fragen vermittelt – damit Boxer lernen, sich auf unterschiedliche Auslagen und Gegnertypen einzustellen, statt nur ein Muster zu beherrschen.
Auch bekannt als: Linksausleger, Linkshänder-Auslage