Körpertreffer (Body Shots) sind Schläge zum Rumpf – auf Bauch, Solarplexus, Flanken und vor allem die Leber. Anders als Kopftreffer erzielen sie seltener spektakuläre, sofortige Knockdowns, wirken dafür aber kumulativ: Sie kosten den Gegner Atem, senken sein Tempo und ziehen mit der Zeit die Hände nach unten, wodurch sich der Kopf öffnet.

Der taktische Wert liegt in dieser Langzeitwirkung. Erfahrene Boxer investieren früh in den Körper, auch wenn es zunächst keine sichtbare Wirkung zeigt, um spät im Kampf zu ernten: Ein müder Gegner mit hängenden Armen wird anfällig für Kopftreffer. Körperarbeit ist deshalb ein Markenzeichen geduldiger, intelligenter Boxer.

Die wirkungsvollsten Körpertreffer sind der Leberhaken auf die rechte Seite des Gegners sowie gerade Schläge und Haken zum Solarplexus. Ein sauberer Leberhaken kann den Gegner sofort kampfunfähig machen, weil sich der Schmerz – anders als am Kopf – kaum durch Willen unterdrücken lässt.

Häufige Fehler sind das Schlagen zum Körper aus aufrechter Haltung (man muss in den Knien arbeiten und sich leicht eindrehen), das Vernachlässigen der Deckung beim Eindringen sowie ungenaues Zielen auf die gut geschützten Bauchmuskeln statt auf die empfindlichen Bereiche.

Für Einsteiger ist es wichtig zu verstehen, dass Körperarbeit Geduld verlangt: Die Wirkung zeigt sich oft erst nach mehreren Runden, dann aber umso deutlicher. Technisch muss man dafür in die Knie gehen, sich leicht eindrehen und den Kopf seitlich aus der Schusslinie nehmen, weil das Eindringen in den Körperbereich die eigene Reichweite verkürzt. Berühmte Körperboxer wie Julio César Chávez haben gezeigt, wie zermürbend systematische Körperarbeit ist. Wer früh und konsequent zum Körper boxt, investiert in die späteren Runden und schafft sich Öffnungen für den Kopf, ohne große Risiken einzugehen.

Im Sparring und am Sandsack wird Körperarbeit bewusst geübt, weil sie Distanzgefühl, Timing und Kondition verlangt – Fähigkeiten, die das VON DONAU GYM gezielt aufbaut.

Auch bekannt als: Body Shot, Körperschlag