Beim Technischen K. o. (TKO) wird ein Kampf vorzeitig beendet, ohne dass ein Boxer klassisch bis zehn ausgezählt wird. Stattdessen entscheidet der Ringrichter, der Ringarzt oder die eigene Ecke, dass ein Weiterkämpfen nicht mehr sicher ist. Der Gegner gewinnt dann durch Technischen K. o.

Die Gründe sind vielfältig: Ein Boxer ist wehrlos und kann sich nicht mehr sinnvoll verteidigen, eine Verletzung wie ein tiefer Cut wird vom Ringarzt als zu gefährlich eingestuft, oder die Ecke wirft das Handtuch, um ihren Boxer zu schützen. Auch mehrere Niederschläge in kurzer Folge können zum Abbruch führen.

Der TKO ist Ausdruck des modernen Schutzgedankens im Boxen: Er beendet den Kampf, bevor schwerer gesundheitlicher Schaden entsteht. Damit ist er oft die verantwortungsvollere Alternative zum Auszählen, weil nicht abgewartet wird, bis ein Boxer tatsächlich bewusstlos zu Boden geht.

In vielen Verbänden gibt es zudem die „Three-Knockdown-Rule“, nach der ein Kampf automatisch als TKO endet, wenn ein Boxer in derselben Runde dreimal zu Boden geht. Solche Regeln sollen verhindern, dass ein klar unterlegener Boxer unnötig weiter Treffer einsteckt.

Für das Verständnis von Kampfausgängen ist der Unterschied zwischen K. o. und TKO wichtig: Während der K. o. das Ergebnis eines Auszählens ist, beruht der TKO auf einer Schutzentscheidung. Beide beenden den Kampf vorzeitig, doch der TKO betont den Vorrang der Gesundheit vor dem sportlichen Ergebnis.

Im VON DONAU GYM gilt derselbe Grundsatz: Sicherheit geht vor – im Sparring greifen die Trainer rechtzeitig ein, lange bevor aus einem Übungskampf ein Risiko wird.

Auch bekannt als: TKO, Abbruchsieg