Infighting (Nahkampf) bezeichnet das Boxen auf kurzer Distanz, bei dem die Boxer dicht beieinanderstehen. Hier haben lange Schläge wie der Jab oder die Gerade keinen Platz; stattdessen dominieren kurze Haken, Aufwärtshaken und vor allem Körpertreffer, kombiniert mit ständiger Kopfbewegung und Clinch-Arbeit.
Der Nahkampf ist körperlich extrem fordernd und technisch anspruchsvoll. Auf engem Raum entscheiden kleine Winkel, eine kompakte Deckung und das richtige Timing der kurzen Schläge. Wer hier bestehen will, braucht Robustheit, eine gute Kopfbewegung und das Gefühl, im Gedränge Lücken zu finden, ohne selbst getroffen zu werden.
Eine zentrale Rolle spielen Körpertreffer: Schläge zu Leber und Rippen wirken im Infight besonders gut, weil die kurze Distanz hohe Wucht erlaubt und Körpertreffer den Gegner über die Runden zermürben. Ein gut platzierter Leberhaken aus dem Nahkampf kann einen Kampf sogar vorzeitig beenden.
Druckboxer und ausgesprochene Infighter suchen diese Distanz aktiv, weil sie hier ihre Stärken ausspielen, während bewegliche Ausboxer den Nahkampf eher meiden und schnell wieder auf Distanz gehen wollen. Der Kampf um die Distanz – wer den Infight erzwingt und wer ihn vermeidet – ist deshalb oft taktisch entscheidend.
Für die boxerische Entwicklung ist es wichtig, auch im Nahkampf handlungsfähig zu sein, selbst wenn man ihn nicht bevorzugt: Jeder Boxer landet irgendwann auf kurzer Distanz und sollte dort verteidigen, kontern und sich befreien können, statt hilflos zu werden.
Im VON DONAU GYM werden Nahkampf, Körperarbeit und das Lösen aus dem Clinch gezielt trainiert – damit Boxer in jeder Distanz, auch im engen Infight, sicher agieren.
Auch bekannt als: Nahkampf, Inside Fighting